Theaterhaus Halle7, Leipzig

(K) eine Spinnerei

Eine ehemalige Baumwollspinnerei in Leipzig – bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die größte auf dem europäischen Festland und noch bis nach der Wende in Betrieb – hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem international bekannten Kunst- und Kulturzentrum gewandelt. Unter dem Motto »from cotton to culture« haben in den alten Fabrikhallen vor allem Künstler, Musiker, Designer, Architekten, Galerien, aber auch Handwerker und Unternehmen
Einzug gehalten. Inzwischen sind große Teile des etwa 10 ha großen Areals saniert und revitalisiert.
Halle 7, die im Jahr 1907 nicht in Backstein, sondern als eines der ersten Stahlskelettbauwerke Leipzigs in Hennebique-Bauweise errichtet wurde, ist seit 2019 neuer Standort des Theaterhauses und vereint das Leipziger Tanztheater LTT, LOFFT – Das Theater und das Theater der jungen Welt (TdjW) unter einem Dach.

Auf 4.000 qm sind hier auf mehreren Etagen Verwaltung, Lager und Technikräume, sowie in den beiden oberen Etagen Proben- und zwei Black-Box-Bühnenräume untergebracht, davon ein großer Saal mit vier bespielbaren Seiten. Genau dies stellte auch die besondere Anforderung dar: die Wände für die GraviVent-Schächte müssen für aktives Tanz- und Theaterspiel wie Anspringen geeignet sein.
Dabei setzten die Experten auf GraviVent die stille Schwerkraftkühlung von TTC Technology. Die extrem hohen Lasten erfordern ein leistungsfähiges Kühlsystem, das zudem aus architektonischen Gründen weitestgehend unsichtbar sein sollte. Die Regelung der Kühler erfolgt nach der Feuchtkugel-Temperatur und wird gleitend gefahren. Die Vorlauftemperatur des Kühlwassers beträgt dabei 16°C, mit 18 °C wird das Wasser zurückgeführt beziehungsweise
im Heizfall 60 °C im Vorlauf und 40 °C im Rücklauf.

Location

Leipzig

Abgeschlossen

2019

Architekten

W+V Architekten, Leipzig

Planer

ZBP Zimmermann + Becker, Leipzig

Fotograf

Tom Dachs, Leipzig

Verbaute Produkte

GraviVent | Linearroste