Haus am Rudolfplatz, Köln
Filetgrundstück sagen die einen, architektonische Herausforderung die anderen. Ihnen gemein ist die Einschätzung, dass Grundstücke dieser städtebaulichen Bedeutung selten geworden sind. Am verkehrsreichen Rudolfplatz in Köln ist ein stadtbildprägender Gebäudekomplex entstanden, der architektonisch aus zwei eigenständigen Gebäuden besteht. Die Gebäude Wallarkaden sowie das »Haus am Rudolfplatz« stehen in Beziehung zum Baudenkmal Hahnentorburg, was die architektonische Herausforderung nochmals verstärkte.
An der Ecke Habsburgerring/Aachener Straße besteht eine starke Sichtbeziehung zum Baudenkmal, was auch hinsichtlich von Beleuchtung und Werbeanlagen am stark frequentieren Gebäudekomplex von Belang war. Aufgabe war es, Aufmerksamkeit zu erzielen, ohne mit schriller Lichtwerbung die städtebauliche Harmonie zu stören. Die mitwirkenden Baupartner entwickelten eine kongeniale Idee. Am »Haus am Rudolfplatz« werden die Fensterlaibungen mit LED-Leuchten akzentuiert.
Das unterstreicht die stadtbildprägende Architektur und sorgt zugleich für Aufmerksamkeitswirkung und architektonische Aufgeräumtheit. Entworfen hat den Baukörper ein Architekt von internationalem Rang. Max Dudler steht für schnörkellose Architektur, die nur aus wenigen aber sehr durchdachten Details besteht. Seine Architektur lebt von Licht und Schatten, von Tiefen, Kanten und Reliefs. Eine speziell entwickelte Lichtlösung von ADO Lights unterstützt die Ausformulierung dieser Elemente und damit die konzeptionelle Architektur.
In enger Zusammenarbeit mit den Lichtplanern des Büros a·g Licht wurde eine Lösung entwickelt, die perfekt auf das »Haus am Rudolfplatz« abgestimmt ist. Dabei kommen 133 Edelstahlgehäuse mit Blendrahmen zum Einsatz, die in eine Betonaussparung implantiert wurden. Eine flächenbündige Glasabdeckung sorgt für eine optische Aufgeräumtheit. Eine Besonderheit ist die individuelle Anpassung des Abstrahlwinkels auf sieben Grad, wobei eine Blendwirkung vermieden wird. Unterstützt wird dieser Effekt durch eine VSG-Glasabdeckung mit Passepartoutdruck, um die Blendwirkung weiter zu reduzieren.
Die Planungsabteilung bei ADO Lights setzte die individuelle Anpassung um, so dass am Objekt eine optimale Wirkung erzielt werden konnte. Neben der Effizienz war die Vermeidung von Blendwirkung oberste Maxime. Dies gilt für die Außenbetrachtung des Gebäudes – Stichwort Lichtverschmutzung. Aber auch für Personen, die sich im Gebäude aufhalten, darf das Licht nicht störend sein. Die LED-Lichtkörper sind dimmbar, was den hocheffizienten Wirkungsgrad weiter unterstützt.
Ergebnis ist die Zertifizierung DGNB Gold, was aus ökologischer, aber auch aus wirtschaftlicher Sicht von Bedeutung ist. Das Goldzertifikat steigert den Gebäudewert beträchtlich. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und deutlich reduzierte Emissionen war Voraussetzung für alle am Bau beteiligten Unternehmer. Bodenleuchten finden sich an Freiflächen, an denen der Baukörper zurückgesetzt ist, und Bodenstrahler akzentuieren die architektonische Form.
Zusätzlich wurden über den Aufzugsportalen LED-Lichtlinien verbaut, in den Büroräumen eines Mieters LED-Around-Pendelleuchten angebracht.
Location
Köln
Abgeschlossen
2023
Architekten
Max Dudler, Berlin/Zürich
Lichtplaner
a·g Licht, Köln
Fotograf
Peter von Pigage
Referenzdokument
Verbaute Produkte
LED-HL-AL als Einbauleuchte | LED-Bodenstrahler als Einbauleuchte | LED-Around Pendelleuchte