Ganzheitliches Klimakonzept für das Altstadt-Palais in München
Bei der Planung und Realisierung des Altstadt-Palais am Münchner Karl-Scharnagl-Ring stand nicht nur die technische Effizienz des Klimatisierungssystems im Fokus. Vielmehr wurde ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der Funktionalität, Komfort, architektonische Qualität und philosophisch-kulturelle Aspekte miteinander vereint. Das Bürogebäude mit rund 9.800 Quadratmetern Fläche liegt in exponierter Lage – in unmittelbarer Nähe zur Staatskanzlei und Maximilianstraße – und richtet sich gezielt an eine anspruchsvolle Mieterklientel. Vor diesem Hintergrund war klar: Die Gebäudetemperierung muss höchsten Ansprüchen genügen.
Die Wahl fiel auf deckenintegrierte Kühlkonvektoren mit Primärluftversorgung, ein System, das sich durch hohen thermischen Komfort, flexible Raumnutzung und architektonische Zurückhaltung auszeichnet. Es ermöglicht eine angenehme Kühlung über die Decke sowie eine gleichmäßige, zugfreie Luftverteilung im Raum – selbst bei hohen Außentemperaturen und starker Verkehrslärmbelastung.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Einbindung von Feng-Shui-Prinzipien, die integraler Bestandteil des gestalterischen Gesamtkonzepts sind. So wurde in der sogenannten „Sauberkeitsschicht“ unterhalb der Bodenplatte ein Raster aus etwa 400 Kilogramm energetisierten, handpolarisierten Bergkristallen eingebracht. Diese sollen laut daoistischer Lehre störende Erdstrahlungen oder Wasseradern harmonisieren und ein positives, ausgewogenes Raumgefühl fördern.
Für das Planungsteam, darunter die Ingenieurgesellschaft Zibell Willner & Partner (ZWP) und die Entwickler Accumulata Immobilien Development GmbH sowie LBBW Immobilien Capital GmbH, war dieser ganzheitliche Ansatz eine bewusste Entscheidung: Ziel war es, ein ökologisch verantwortungsvolles, ästhetisch anspruchsvolles und gleichzeitig energetisch hochwertiges Gebäude zu schaffen, das sich durch besondere Aufenthaltsqualität und räumliche Harmonie auszeichnet.
Das Ergebnis ist ein Klimatisierungskonzept, das über rein technische Anforderungen hinausgeht – es unterstützt das Wohlbefinden der Nutzer ebenso wie die gestalterische und symbolische Wirkung des Gebäudes.