Das Volksbank-Areal in Freiburg ist ein Vorzeigeprojekt für Lichtgestaltung

Das neu gestaltete Volksbank-Areal in Freiburg ist ein architektonisches und lichtgestalterisches Vorzeigeprojekt, das zentral gegenüber dem Hauptbahnhof gelegen einen starken städtebaulichen Akzent setzt. Der vom Büro Hadi Teherani Architects entworfene Gebäudekomplex vereint auf rund 43.000 m² Bruttogeschossfläche verschiedene Nutzungen: die Volksbank Freiburg, kirchliche Stiftungen, das St. Ursula-Gymnasium, das Hotel Courtyard by Marriott sowie weitere Unternehmen.

Ein zentrales Gestaltungselement ist die Fassade, die durch eine vertikale Lamellenstruktur an die Silhouetten von Schwarzwaldbäumen erinnert. Diese architektonische Idee wird durch ein fein abgestimmtes Lichtkonzept von ag Licht hervorgehoben: Rund 1.000 Meter dimmbare LED-Lichtlinien wurden in die Fassade integriert – größtenteils unsichtbar befestigt –, um den vertikalen Rhythmus auch bei Nacht sichtbar zu machen. Im Hotelbereich ergänzen horizontale Lichtlinien das Spiel aus Struktur und Leuchtkraft.

Auch im Innenraum setzt sich das Lichtkonzept kreativ fort: In der Schalterhalle der Volksbank ziert ein leuchtender Barcode die Decke, während senkrechte Lichtlinien im Selbstbedienungsbereich für gleichmäßige Ausleuchtung sorgen. Im Hotel setzen Lichtinstallationen im Treppenhaus subtile Anspielungen auf Baumstämme – und greifen damit erneut das Schwarzwald-Motiv auf.

So entsteht ein stimmiges Zusammenspiel von Architektur, Symbolik und Lichtdesign, das tagsüber durch seine klare Formensprache und abends durch seine atmosphärische Beleuchtung beeindruckt. Das Volksbank-Areal zeigt, wie moderne Architektur, Licht und regionale Identität zu einem ganzheitlichen Konzept verschmelzen können.

LICHT Ausgabe 01/22 – Volksbank Freiburg